Aktuelles zur Verkehrssicherheit
06. Februar 2026, 12:52 Uhr | Von: Burcu Bostan
Einleitung: Der Heimweg auf dem Fahrrad wirkt nach einer Party oft wie die vernünftige Alternative. Aber Alkohol beeinträchtigt auch auf zwei Rädern die Kontrolle und die Regeln dazu könnten strenger werden. In Goslar diskutieren Experten, ob Radfahren unter Alkohol künftig schneller zur Straftat wird.
In Niedersachsen wächst der Druck, die Regeln zum Radfahren unter Alkohol zu verschärfen. Der
Niedersächsische Richterbund hält die aktuelle Schwelle für riskant: 1,6 Promille seien ein Wert, bei dem bereits erhebliche Ausfallerscheinungen auftreten können. Damit steige das Unfallrisiko auch auf zwei Rädern deutlich.
Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält die aktuelle Regelung für schwer vermittelbar. Ihr Vorschlag: Den Grenzwert mindestens auf 1,1 Promille absenken – also in einen Bereich, der vielen aus dem Thema Alkohol am Steuer bekannt ist. Damit würde Radfahren unter Alkohol deutlich früher rechtlich relevant.
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt das Thema durch den Verkehrsgerichtstag in Goslar. Seit 1963 treffen sich dort – meist Ende Januar – rund 1.500 bis 2.000 Fachleute aus Justiz, Wissenschaft und Praxis. In Arbeitsgruppen werden aktuelle Fragen des Verkehrsrechts diskutiert, am Ende entstehen Empfehlungen an die Politik.
1 Gewerkschaft der Polizei – Zum Verkehrsgerichtstag 2026 (zuletzt abgerufen am 06.02.2026)
2 Deutscher Verkehrsgerichtstag – Offizielle Webseite (zuletzt abgerufen am 06.02.2026)
3 Deutscher Verkehrsgerichtstag – Beschlüsse Arbeitskreis II (64. VGT) (zuletzt abgerufen am 06.02.2026)
4 derbussgeldkatalog.de – Alkohol- und Drogenverstöße (zuletzt abgerufen am 06.02.2026)
5 derbussgeldkatalog.de – Ratgeber zum Führerschein (zuletzt abgerufen am 06.02.2026)