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Bilanz des Sommer-Blitzermarathons 2026

24. August 2026, 10:30 Uhr | Von: Burcu Bostan

Bilanz des Sommer-Blitzermarathons 2026 © KI generiert

Eine Woche lang wurde genauer hingeschaut: Der Sommer-Blitzermarathon 2026 hat erneut gezeigt, wie groß der Abstand zwischen Tempolimit und Fahrpraxis auf manchen Strecken ist. Zwischen dem 3. und 9. August kontrollierte die Polizei nicht an einem großen Aktionstag, sondern über die gesamte Speedweek hinweg.

Bilanz des Sommer-Blitzermarathons 2026 © KI generiert

Das Wichtigste in Kürze


Sommer-Speedweek 2026: Die Bilanz fällt deutlich aus

Der zweite Blitzermarathon 2026 war weniger Bühnenshow als Dauerstress für zu schnelle Fahrer. Statt eines einzelnen Kontrolltages verteilten die Polizeibehörden ihre Messungen über die ganze Woche. Das machte die Aktion schwerer ausrechenbar und passte zur Ferienzeit, in der Autobahnen, Landstraßen und Zufahrten zu Urlaubsregionen stark belastet waren.

Die vorliegenden Zahlen zeigen: Auch eine angekündigte Kontrollwoche schreckt nicht jeden ab. In mehreren Ländern wurden massenhaft Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Für viele Betroffene bleibt es nicht bei einem Verwarnungsgeld. Je nach Tempo, Messort und Vorbelastung können Punkte, ein hohes Bußgeld oder ein Fahrverbot folgen.


Berlin und Brandenburg: rund 40.000 Tempoverst\u00f6\u00dfe

In Berlin und Brandenburg gerieten während der Speedweek mehr als 680.000 Fahrzeuge ins Visier der Messstellen. Rund 40.000 Fahrer waren zu schnell unterwegs. Brandenburg meldete mehr als 28.000 Verstöße, Berlin mehr als 12.000.

Ein Fall aus der Prignitz stach besonders heraus: Dort wurde ein Auto mit 143 km/h gemessen, obwohl nur 80 km/h erlaubt waren. Das ist kein kleiner Ausrutscher mehr, sondern ein Bereich, in dem regelmäßig empfindliche Folgen drohen. Wer derart deutlich zu schnell fährt, muss mit einem hohen Bußgeld, Punkten und einem Fahrverbot rechnen.


Baden-Württemberg: deutlich mehr Verstöße als im Vorjahr

Besonders wuchtig fällt die Bilanz in Baden-Württemberg aus. Dort registrierte die Polizei 84.132 Geschwindigkeitsverstöße. Im Vorjahr waren es rund 66.500. Damit stieg die Zahl der festgestellten Fälle um mehr als ein Viertel.

In 938 Fällen steht ein Fahrverbot im Raum. Das betrifft vor allem Autofahrer, die innerorts mehr als 31 km/h oder außerorts mehr als 41 km/h zu schnell waren. Genau an solchen Schwellen entscheidet sich oft, ob aus einem ärgerlichen Bescheid ein echtes Mobilitätsproblem wird.


Schleswig-Holstein: weniger Verstöße als 2025

Schleswig-Holstein meldete dagegen eine niedrigere Zahl. Dort wurden 14.868 Tempoverst\u00f6\u00dfe festgestellt. Im August 2025 lag die Bilanz noch bei mehr als 23.000 Fällen.

Als mögliche Gründe nennt die Polizei ein geringeres Verkehrsaufkommen und bekannte Messstellen. Das klingt nach Entspannung, zeigt aber auch ein bekanntes Muster: Viele Fahrer bremsen dort, wo sie einen Blitzer erwarten, und werden unvorsichtig, sobald die Messstelle im Rückspiegel verschwunden ist.


Bremen: Baustelle auf der A27 als Schwerpunkt

In Bremen wurden mehr als 5.500 Geschwindigkeitsverstöße gezählt. Fast 120 Fahrern droht nun ein zeitweises Fahrverbot. Auffällig war vor allem eine Baustelle auf der A27: Bei zwei Kontrollen registrierte die Polizei dort nahezu 2.300 Verstöße.

Erlaubt waren 80 km/h. Ein Autofahrer wurde jedoch mit 175 km/h gemessen. In dieser Größenordnung geht es nicht mehr um eine bloße Unachtsamkeit. Mindestens 700 Euro Bußgeld, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot stehen bei einem solchen Vorwurf im Raum.


Was bedeutet die Bilanz für Betroffene?

Wer während der Speedweek geblitzt wurde, sollte den Anhörungsbogen oder Bu\u00dfgeldbescheid nicht vorschnell abhaken. Auch bei Aktionswochen gelten die normalen Anforderungen an ein Bußgeldverfahren. Messgerät, Aufstellung, Eichung, Beschilderung, Toleranzabzug und Blitzerfoto müssen zusammenpassen.

Ein Einspruch kann sich besonders dann lohnen, wenn:

Entscheidend ist die Frist: Gegen einen Bu\u00dfgeldbescheid bleiben ab Zustellung nur zwei Wochen Zeit. Wer zu lange wartet, nimmt sich selbst die Möglichkeit, den Vorwurf prüfen zu lassen.


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