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Aktuelles zur Verkehrssicherheit

Ford Kuga-Rückruf 2026 wegen Brandgefahr

9. April 2026, 14:00 Uhr | Von: Burcu Bostan

Ford Kuga-Rückruf wegen Brandgefahr © Frame Stock Footage/Shutterstock.com

Der Ford Kuga Plug-in-Hybrid ist erneut von einem Rückruf betroffen. Hintergrund ist ein mögliches Batterieproblem, das einen Kurzschluss verursachen und damit ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Ford wegen ähnlicher Auffälligkeiten zahlreiche Fahrzeuge in die Werkstatt beordert.

Ford Kuga-Rückruf wegen Brandgefahr © Frame Stock Footage/Shutterstock.com

Das Wichtigste in Kürze


Ford Kuga Plug-in-Hybrid erneut von Rückruf betroffen

Beim Ford Kuga Plug-in-Hybrid ist erneut ein sicherheitsrelevantes Problem aufgetreten. Der Hersteller hat einen Rückruf gestartet, der weltweit mehr als 242.000 Fahrzeuge betrifft. In Deutschland sind rund 74.150 Modelle eingeschlossen, die zwischen August 2019 und September 2025 produziert wurden.

Ursache ist nach Angaben des Herstellers ein möglicher Defekt an der Hochvoltbatterie. Dieser kann unter ungünstigen Umständen einen Kurzschluss auslösen. In der Folge drohen eine Überhitzung der Batterie oder sogar ein plötzlicher Verlust der Antriebsleistung. Gerade im Straßenverkehr kann das schnell zu einer gefährlichen Situation werden.

Weitere Hinweise zum offiziellen Sicherheitsrückruf hat Ford online veröffentlicht.


Was Ford Kuga-Haltern empfiehlt

Bis die technische Lösung in den Werkstätten verfügbar ist, sollen betroffene Fahrzeuge nur eingeschränkt genutzt werden. Ford rät dazu, die Hochvoltbatterie vorerst nur bis maximal 80 Prozent aufzuladen. Zudem soll ausschließlich der voreingestellte Fahrmodus „Auto EV“ verwendet werden.

Andere Fahrmodi – insbesondere für schwierige Untergründe wie Tiefschnee oder Sand – sollten vorerst vermieden werden. Erscheint im Fahrzeug die Warnmeldung „Sicher anhalten“ oder „Stop Safely Now“, ist schnelles Handeln gefragt: Das Fahrzeug sollte in diesem Fall sicher gestoppt und anschließend verlassen werden.

Ford will betroffene Halter schriftlich informieren und einen kostenlosen Werkstatttermin anbieten. Die endgültige technische Abhilfe soll nach aktuellem Stand bis Mitte 2026 bereitstehen. Beim Kraftfahrt-Bundesamt wird die Maßnahme unter der Referenznummer 15919R geführt, der Herstellercode lautet 25SC4.


Der Ford Kuga war bereits mehrfach auffällig

Der aktuelle Rückruf ist für den Ford Kuga kein Einzelfall. Das Modell war in den vergangenen Jahren wiederholt Gegenstand von Rückrufaktionen. Beim Kraftfahrt-Bundesamt sind für unterschiedliche Baujahre bereits zahlreiche Maßnahmen dokumentiert worden.

Erst im März 2025 mussten in Deutschland rund 56.000 Fahrzeuge überprüft werden. Laut KBA wurden im Zusammenhang mit dem jetzigen Batterieproblem bislang sieben Vorfälle bekannt – ohne Unfälle oder verletzte Personen. Dennoch zeigt sich erneut, dass technische Probleme bei Plug-in-Hybriden schnell sicherheitsrelevant werden können.


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Quellen

1 Ford Kuga PHEV Rückrufaktion zur Sicherheit der Hochvoltbatterie (zuletzt abgerufen am 09.04.2026)

2 Rückrufaktionen beim Kraftfahrt-Bundesamt (zuletzt abgerufen am 09.04.2026)