Aktuelles zur Verkehrssicherheit
22. Mai 2026, 14:22 Uhr | Von: Burcu Bostan
Die malerische Küstenroute zwischen Positano und Vietri sul Mare bleibt auch 2026 nicht uneingeschränkt befahrbar. Italien hält an den Fahrverboten für bestimmte Fahrzeuge fest, um den Verkehr entlang der Amalfiküste zu entlasten.
Auf der berühmten Küstenstraße Amalfitana gelten auch 2026 wieder Fahrverbote für zahlreiche Fahrzeuge. Die italienischen Behörden wollen damit das hohe Verkehrsaufkommen entlang der beliebten Ferienroute zwischen Vietri sul Mare und Positano eindämmen. Besonders während der Sommermonate kommt es dort regelmäßig zu langen Staus, blockierten Straßen und gefährlichen Engstellen.
Betroffen ist der rund 50 Kilometer lange Abschnitt der SS163. Die Strecke zählt wegen ihrer engen Kurven, steilen Felsabschnitte und dichten Urlauberströme zu den anspruchsvollsten Straßen Süditaliens. Gerade in der Hauptreisezeit stoßen viele Bereiche der Amalfitana regelmäßig an ihre Belastungsgrenze.
Wie bereits in den vergangenen Jahren setzt Italien auch 2026 auf ein System mit wechselnden Kennzeichen. Fahrzeuge mit gerader Endziffer dürfen an geraden Tagen nicht fahren, Fahrzeuge mit ungerader Endziffer entsprechend an ungeraden Tagen nicht.
Ausgenommen von den Einschränkungen sind Taxis, Motorräder, Vespas und andere Zweiräder. Die Behörden hoffen, dass sich der Verkehr dadurch besser verteilt und lange Rückstaus reduziert werden können.
Die Regelungen gelten ausdrücklich nicht nur für italienische Fahrzeuge. Auch Mietwagen sowie Pkw mit ausländischen Kennzeichen müssen sich an die Vorgaben halten. Wer trotz Sperre auf der Amalfitana unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld. Kontrollen finden insbesondere an den Zufahrten zur Küstenstraße statt.
Eine Ausnahme gilt lediglich für Reisende mit Unterkunft entlang der Strecke. Sie dürfen die Straße am An- und Abreisetag nutzen. Als Nachweis sollte die Buchungsbestätigung jederzeit griffbereit sein.
Um die Fahrverbote zu umgehen, verzichten viele Urlauber inzwischen bewusst auf das Auto. Besonders beliebt ist die Kombination aus Zug und Fähre. Zahlreiche Reisende fahren zunächst bis Vietri sul Mare und steigen dort auf Schiffe Richtung Amalfi oder Positano um.
Zusätzlich verkehren regelmäßig Linienbusse entlang der Küstenstraße. Gerade in der Hochsaison gelten öffentliche Verkehrsmittel häufig als deutlich entspanntere Alternative.
Neben Pkw gelten entlang der Amalfitana auch für größere Fahrzeuge strenge Einschränkungen. Fahrzeuge mit mehr als 10,36 Metern Länge, über 4 Metern Höhe oder mehr als 2,55 Metern Breite dürfen die Strecke in beiden Richtungen nicht befahren.
Zusätzlich gilt für Wohnmobile, Wohnwagen und Fahrzeuge mit Anhängern ein tägliches Fahrverbot zwischen 6:30 Uhr und 24 Uhr. Die Regelung greift unabhängig von der tatsächlichen Größe des Fahrzeugs.
1 Fahrverbot an der Amalfiküste: Regel für Touristen angepasst (zuletzt abgerufen am 22.05.2026)